Untreue

Die Kanzlei BUSE HERZ GRUNST Rechtsanwälte vertritt Sie im Bereich der Untreue. Unabhängig vom Verfahrensstand übernehmen wir Ihren Fall und erarbeiten eine individuelle Verteidigungsstrategie.

Schutzgut des Untreuetatbestandes ist das Vermögen. Allgemein definiert wird Untreue als der Missbrauch oder Treuebruch zum Nachteil desjenigen, dessen Vermögen betreut wird.

Folgend die zentralen Elemente des Straftatbestandes Untreue

Der Tatbestand der Untreue ist weit gefasst, weshalb nicht bei jedem vermögensrelevanten Verstoß gegen die Wirtschafts- oder Rechtsordnung ein untreuespezifisches Verhalten gegeben ist. Insbesondere das Wirtschaftsleben ist dafür bekannt, dass Treunehmer des Öfteren risikoreiche Geschäfte vornehmen. Dabei kann aber nicht jedes risikoreiche und später vermögensnachteilige Geschäft den Tatbestand der Untreue erfüllen. Umso wichtiger ist die Herausarbeitung dieser Grauzonen durch Ihren Rechtsanwalt.

Sollte es zu einer Verurteilung kommen, können in der Strafzumessung verschiedene Aspekte berücksichtigt werden, wie zum Beispiel eine fehlende Kontrolle oder Mitverschulden des Treugebers sowie Schadenswiedergutmachung.

Einhergehend mit einer Verurteilung wegen Untreue folgen oft auch zivilrechtliche Ansprüche wegen Schadensersatz. (Anspruchsgrundlagen sind in der Regel § 823 II BGB i.V.m. § 266 StGB sowie § 831 BGB oder § 31 BGB).

Diese sollten bei einer effizienten und umfassenden Verteidigungsstrategie nicht außer Acht gelassen werden. Gewähren Sie Ihrem Verteidiger deshalb vollständige Einsicht in Ihre Ermittlungsakte und erarbeiten Sie gemeinsam eine effektive Verteidigungsstrategie.

Die Vermögensbetreuungspflicht des § 266 StGB

Die Vermögensbetreuungspflicht ist die, die im Innenverhältnis zwischen dem Treugeber als Vermögensinhaber und dem Treunehmer besteht. Der Inhalt der Vermögensbetreuungspflicht ist gekennzeichnet durch die Besorgung fremder Vermögensangelegenheiten.

Der Tatbestand der Untreue setzt sich zusammen aus dem Missbrauchstatbestand gemäß § 266 Abs.1 Var.1 StGB und dem Treubruchtatbestand gemäß § 266 Abs.1 Var.2 StGB, wobei es sich bei dem Missbrauchstatbestand um lex specialis (spezielleres Recht) handelt.

Missbrauchstatbestand, § 266 Abs.1 Var.1 StGB

Tathandlung ist der Missbrauch einer durch Gesetz, Rechtsgeschäft (Bevollmächtigter, Prokurist oder Organ einer juristischen Person) oder behördlichen Auftrag verliehenen Befugnis über fremdes Vermögen zu verfügen. Der Treunehmer überschreitet dabei das rechtliche Dürfen im Innenverhältnis unter gleichzeitiger Wirksamkeit seines Handelns im Außenverhältnis.

Treubruchtatbestand, § 266 Abs.1 Var.2 StGB

Als subsidiärer Tatbestand kommt § 266 Abs.1 Var.2 StGB dann zur Geltung, wenn ein Vermögensmissbrauch zwar stattgefunden hat, dieser aber mangels Wirksamkeit des Rechtsgeschäfts im Außenverhältnis nicht erfüllt sein kann – beispielsweise wegen Verstoßes gegen Verbotsgesetze oder die guten Sitten, welche eine Nichtigkeit zur Folge haben. Die Rechtsprechung bejaht mittlerweile bei jeder unberechtigten Einwirkung auf das fremde Vermögen den Tatbestand des Treubruchs.

Vermögensnachteil für das betreute Vermögen

Die Untreue ist als Erfolgsdelikt zu qualifizieren, d.h. es muss ein Vermögensnachteil beim Treugeber eingetreten sein. Zu beachten ist, dass die nachträgliche Zustimmung des Treugebers nicht als tatbestandsausschließendes Einverständnis gewertet werden kann, sodass eine anschließende Legalisierung der Tat ausscheidet. Eine solche kann somit nur in der Strafmilderung Berücksichtigung finden oder möglicherweise die Einstellung des Verfahrens aus Opportunitätsgründen bewirken.

Die Kanzlei BUSE HERZ GRUNST Rechtsanwälte aus Berlin berät Sie in allen Fragen des Wirtschaftsstrafrechts.

Benjamin Grunst, Rechtsanwalt aus Berlin
Der Bereich des Strafrechts wird maßgeblich betreut von Herrn Rechtsanwalt Benjamin Grunst, Strafverteidiger in Berlin und Brandenburg.

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