Rechtliche Tipps für den Kauf von Luxusuhren

Dass Uhren genauso wie Autos als Statussymbol genutzt werden, ist allgemein bekannt. Doch in Expertenkreisen wird eine Luxus- oder Vintageuhr darüber hinaus auch als Geldanlage genutzt. Zwar braucht man dabei Geduld, denn die Wertsteigerung tritt oftmals erst nach sieben oder acht Jahren ein, doch lohnt sich dies in vielen Fällen.

Wie erkenne ich eine Original-Luxusuhr von einer gefälschten Luxusuhr?

Auch der Schwarzmarkt hat dies zur Kenntnis genommen. Das Geschäft mit gefälschten Luxusmarkenuhren boomt und die Fälschungen selber werden immer „besser“. Während man früher mit Leichtigkeit ein Imitat erkennen konnte, haben diese heutzutage oft Bestandteile der Originale und sind somit nur schwer als Fälschungen zu erkennen. Es kann durchaus vorkommen, dass eine Uhr mit Originalgehäuse oder echtem Ziffernblatt ein ausgetauschtes, billiges Uhrwerk hat. Fachleute sprechen in solch einem Fall von einer „Marriage“, einer „Hochzeit“ aus originalen und gefälschten Teilen.

Was ist bei dem Kauf einer Luxusuhr zu beachten?

Um solchen Enttäuschungen vorzubeugen, haben wir folgende Tipps für Sie zusammengestellt:

Zum einen sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihre Uhr nur von seriösen Händlern erwerben, die Ihnen auch die Echtheit der Uhr garantieren können. Informieren Sie sich vorher über etwaige Bewertungen des Händlers und achten Sie darauf, dass eine Gewerbeanmeldung oder Eintragung im Handelsregister vorhanden ist.

Bei dem Kauf von Neuware sollten Sie zusätzlich noch darauf bestehen, dass ein entsprechendes Echtheitszertifikat des Herstellers ausgeliefert wird.

Handelt es sich bei dem zu erwerbenden Stück um eine sog. Vintage-Uhr, wird das Echtheitszertifikat oftmals nicht mehr vorhanden sein. Dennoch sollten Sie auf einen Herkunftsnachweis bestehen. Dies können beispielsweise Rechnungen mit der Angabe der korrekten Serien- und/oder Werksnummer sein. Bestenfalls sind vielleicht sogar Originalpapiere mit Stempel oder Garantieschein vorhanden. Nicht als Nachweis geeignet sind jedoch Fotos von Personen, die die Uhr tragen oder ähnliche nicht nachvollziehbare Anhaltspunkte.

Darüber hinaus sollten auch Belege über ausgeführte Arbeiten an der Uhr vorgelegt werden können, denn mechanische Uhren benötigen eine professionelle Pflege. Alle fünf Jahre sollte man sie zu einer Revision gebracht haben. Dabei wird die Uhr sozusagen auf „Herz und Nieren“ geprüft. Die einzelnen Teile werden auseinander gebaut und gereinigt, danach sollte man davon ausgehen dürfen, dass die Uhr wieder wie neu ist.

Zusätzlich sollte sichergestellt werden, dass die Zubehörteile wie Lederarmband, Schatullen und Ähnliches vom Originalhersteller sind, da dies eine erhebliche Werterhöhung bedeutet.

Was ist zu tun, wenn ich bei dem Kauf einer Luxusuhr getäuscht wurde?

Sollten Sie dennoch Opfer einer Täuschung geworden sein, treten Sie mit uns in Kontakt. Gerne stehen wir Ihnen als bundesweit tätige Rechtsanwaltskanzlei zur Seite.

Bitte teilen Sie uns bei der Gelegenheit folgende Informationen mit:

  • Datum und Art des Kaufvertragsabschlusses
  • Welche Art der Täuschung liegt vor; Welche Mängel wurden an der Uhr festgestellt?
  • Wurden bereits rechtliche Schritte eingeleitet?

Anschließend nehmen wir umgehend mit Ihnen Kontakt auf und besprechen gemeinsam die bestmögliche Vorgehensweise.

Der Bereich des allgemeinen Vertragsrechts wird maßgeblich betreut von Herrn Rechtsanwalt Michael Kruschinsky.

Treten Sie jetzt mit uns in Kontakt!