Anwalt für Unternehmens- und Vertragsrecht

Wirtschafts- und IT-Strafrecht

Unsere Kanzlei vertritt Sie bundesweit mit Schwerpunkt in Berlin und Brandenburg im Bereich des Wirtschaftsstrafrechts und IT-Strafrechts.

Eine anwaltliche Vertretung übernehmen wir in jeder Verfahrenslage sowohl für Opfer als auch für Beschuldigte einer Wirtschafts- oder IT-Straftat.

Im Folgenden möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über das Wirtschafts- und IT-Strafrecht und unsere anwaltlichen Leistungen geben:

Allgemeines zum Wirtschaftsstrafrecht

Das Wirtschaftsstrafrecht hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, nicht nur in der Rechtswissenschaft, sondern auch in der Strafverfolgungspraxis. Dort werden Verstöße immer häufiger und konsequenter durch spezialisierte Behörden (wie beispielsweise das Finanzamt, das Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel, das Gewerbeaufsichtsamt oder die Zollbehörden) geahndet .

Wegen der sich permanent verändernden Erscheinungsformen von Wirtschaftskriminalität ist der Begriff des Wirtschaftsstrafrechts weder abschließend noch einheitlich definiert. Oft wird das Wirtschaftsstrafrecht als sog. „White Collar Crime“ bezeichnet. Kennzeichnend für das Wirtschaftsstrafrecht sind jedoch folgende wesentliche Aspekte:

  • Tathandlung ist der Missbrauch oder das Ausnutzen von Vertrauen gegenüber dem Wirtschaftsverkehr und erfolgt meist im Rahmen einer Berufsausübung.
  • Einhergehend mit dem sich wandelnden Begriff des Wirtschaftsstrafrechts ist, dass es nicht in einem einheitlichen Gesetzeswerk kodifiziert ist, sondern sich zum einen im sog. Kernstrafrecht und zum anderen im sog. Nebenstrafrecht findet.
  • Ermittlungsverfahren sind häufig mit Wohnungs- oder Geschäftsraumdurchsuchungen verbunden, die zur Sicherstellung von Beweismitteln oder einer Beschlagnahme dienen sollen.

Allgemeines zum IT-Strafrecht

Unter dem IT-Strafrecht werden im Großen und Ganzen all diejenigen Straftatbestände zusammengefasst, die sich mit der Computerkriminalität befassen und im Zusammenhang mit Informationstechnologien aller Art stehen. Betrachtet man die Materie gesetzesübergreifend, finden sich strafrechtlich relevante Regelungen nicht nur im Strafgesetzbuch (StGB), sondern beispielweise ebenso im Urheberrechtsgesetz (UrhG). Häufig finden sich auch Überschneidungen zum Medienstrafrecht, eine klare Abgrenzung der einzelnen Teilgebiete ist oft nicht machbar.

Das IT-Strafrecht im engeren Sinne ist im StGB geregelt. Neben dem klassischen Computerbetrug nach § 263 a StGB, gehören auch das Ausspähen von Daten (§202 a StGB), das Abfangen von Daten (§ 202 b StGB), das Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten (§ 202c StGB), die Fälschung technischer Aufzeichnungen (§ 268 StGB), die Fälschung beweiserheblicher Daten (§ 269 StGB), die Täuschung im Rechtsverkehr bei Datenverarbeitung (§270 StGB), die Urkundenunterdrückung (§ 274 StGB), die Datenveränderung (§ 303 a StGB) und die Computersabotage (§ 303 b StGB) dazu.

Gerade im Bereich des IT-Strafrechts im engeren Sinne zeigt sich, dass wir in einer zunehmend voranschreitenden digitalisierten Welt leben. Laut Statistik des Bundeskriminalamtes wurden im Jahr 2016 in diesem Bereich 82.649 Straftaten registriert. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Zunahme von 80,5 Prozent. Die Dunkelziffer soll nach Auskunft von Wirtschaftsforschungszentren noch weitaus höher liegen.

Zu den aktuellen Erscheinungsformen im Bereich des IT-Strafrechts zählt der Einsatz sogenannter Schadprogramme oder Malware. Diese speisen entweder unwillkommene oder schädigende Funktionen in das digitale System ein und bilden die Grundlage für viele Tathandlungen im Bereich der Cyberkriminalität. Derzeit sollen über 560 Millionen solcher Malware im Umlauf sein.

Ein herausragendes Problem für Justiz und Gesetzgeber weltweit ist derzeit die Nutzung von „Ransomware“ zur digitalen Erpressung der Opfer. Vereinfacht ausgedrückt ist Ramsomware ein Schadprogramm, welches dazu führt, dass Betroffene auf die Daten ihres Systems nicht mehr zugreifen können. Wollen die Opfer, betroffen sind meist große Unternehmen, eine Freigabe der Daten oder des Systems erreichen, werden horrende Summen von den Tätern gefordert.

Auch die Einführung der digitalen Währung eröffnet im Bereich des IT-Strafrechts für die Täter neue Dimensionen. Da Notenbaken und Kreditinstitute für die Transaktionen nicht mehr benötigt werden, ist staatliche Kontrolle fast ausgeschlossen und somit besonders attraktiv für die kriminelle Szene.

Die Kanzlei BUSE HERZ GRUNST Rechtsanwälte betreut Opfer und Täter im Bereich des Wirtschafts- und IT-Strafrechts gleichermaßen.

Da einer unserer Tätigkeitsschwerpunkte auf dem Gebiet des IT-Rechts liegt, können wir Sie kompetent in dieser komplizierten Materie beraten und durchsetzungsstark vertreten.

Dabei setzen wir auf ein beidseitiges Beratungskonzept und behalten neben den strafrechtlichen Belangen auch stets die zivilrechtlichen Konsequenzen im Auge.

Unsere Leistungen auf Opferseite

  • Vorbereitung einer Strafanzeige
  • Nebenklagevertretung
  • Zeugenbeistand
  • Klageerzwingungsverfahren / Privatklage
  • Adhäsionsverfahren oder separate Durchsetzung ihrer zivilrechtlichen Ansprüche

Unsere Leistungen auf Beschuldigtenseite

  • Vorladung von der Polizei oder Staatsanwaltschaft mit dem Vorwurf eines Deliktes aus dem Wirtschafts- oder IT-Strafrecht
  • Pflichtverteidigung im Bereich des Wirtschafts- oder IT-Strafrechts
  • Hausdurchsuchung durch die Ermittlungsbehörde wegen des Verdachts einer Wirtschafts- oder IT-Straftat
  • Vermögensabschöpfung
  • Untersuchungshaft / Festnahme
  • Anklage der Staatsanwaltschaft wegen einer Wirtschafts- oder IT-Straftat
  • Rechtsmittel – Berufung und Revision nach einer Verurteilung

Die Kanzlei BUSE HERZ GRUNST Rechtsanwälte aus Berlin berät Sie zu allen Fragen des Wirtschafts- oder IT-Strafrechts.

Treten Sie jetzt mit uns in Kontakt!