Anwalt für Unternehmens- und Vertragsrecht

Internetstrafrecht

Die Berliner Anwälte unserer Kanzlei beraten Sie in allen rechtlichen Fragen, die sich mit dem Internetstrafrecht befassen.

Wir übernehmen Ihren Fall in jedem Verfahrensstadium und erarbeiten eine individuelle Strategie, unabhängig davon, ob Sie Beschuldigter oder Opfer sind.

Im Folgenden möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über das Internetstrafrecht und unsere anwaltlichen Leistungen bieten.

Allgemeines zum Internetstrafrecht

Das Internetstrafrecht befasst sich mit all denjenigen strafrechtlich relevanten Tathandlungen, die im Zusammenhang mit dem Internet stehen. Oftmals werden die Begrifflichkeiten „Internetstrafrecht“ und „IT-Strafrecht“ synonym gebraucht. Ganz korrekt ist das allerdings nicht, denn das IT-Strafrecht befasst sich mit allen Arten von Informationstechnologie, wobei das Internet nur ein Teilgebiet abbildet.

Der Bereich des Internetstrafrechts hat sich im Lauf der letzten zehn Jahre entwickelt. Durch die Möglichkeiten der digitalen Revolution und die stetige Verfügbarkeit des Internets haben sich auch die Straftaten in die virtuelle Welt verlagert. Aktuelle Ermittlungszahlen der Polizeistatistik belegen, dass im letzten Jahr 253.290 Fälle mit dem Tatmittel „Internet“ zur Anzeige gebracht wurden. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg zu verzeichnen, obgleich dieser nur wenige Prozent betrifft. Einen dominierenden Anteil nehmen immer noch die Betrugsstraftaten ein, wobei etwa die Hälfte der begangenen Delikte dem Waren- und Warenkreditbetrug zu zuordnen sind. Erstarktes Interesse am Internet hat aber auch der Rauschgift- und Waffenhandel. Zudem spielt das Tatmittel „Internet“ eine wesentliche Rolle bei Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.

Zu den aktuellen Erscheinungsformen im Bereich der Cyberkriminalität zählt der Einsatz sogenannter Schadprogramme oder Malware. Diese speisen entweder unwillkommene oder schädigende Funktionen in das digitale System ein und bilden die Grundlage für viele Tathandlungen im Bereich der Cyberkriminalität. Derzeit sollen über 560 Millionen solcher Malware im Umlauf sein.

Ransomware

Ein herausragendes Problem für Justiz und Gesetzgeber weltweit ist derzeit die Nutzung von „Ransomware“ zur digitalen Erpressung der Opfer. Laut Statistik des BKA wurden im letzten Jahr 972 Fälle gemeldet. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von fast 100 Prozent.

Vereinfacht ausgedrückt ist Ramsomware ein Schadprogramm, welches dazu führt, dass Betroffene auf die Daten ihres Systems nicht mehr zugreifen können. Wollen die Opfer, betroffen sind meist große Unternehmen, eine Freigabe der Daten oder des Systems erreichen, werden horrende Summen von den Tätern gefordert.

Klassische Straftatbestände im Internetstrafrecht

Zu den klassischen Straftatbeständen, die immer wieder im Zusammenhang mit dem Internet relevant werden, zählen insbesondere:

  • Betrugsdelikte wie § 263, § 263 a StGB
  • Beleidigungsdelikte wie § 185, § 186, § 187 StGB
  • Straftaten gegen die öffentliche Ordnung wie § 130, § 130 a, 131 StGB
  • Verletzungen des persönlichen Lebens- und Geheimnisbereichs wie § 201 a StGB
  • Sachbeschädigungsdelikte wie § 303 a, § 303 b StGB
  • Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wie § 184, § 184 b, § 184 c StGB
  • Straftaten nach § 33 KUG
  • Urheberrechtsverletzungen wie § 106, § 108 b UrhG

Unsere anwaltlichen Leistungen im Bereich des Internetstrafrechts

Die Gesetzgebung versucht stetig mit Änderungen und Ergänzungen im Strafgesetzbuch und entsprechenden Nebengesetzen, den neuen Entwicklungen zu begegnen. Phishing, Pharming, IP-Spoofing oder DDoS-Attacken werden bis heute von den Ermittlungsbehörden nur im Ansatz verstanden. Gerade hier ist eine kompetente anwaltliche Beratung also besonders wichtig.

Da die Kanzlei BUSE HERZ GRUNST Rechtsanwälte sich in ihrer alltäglichen Anwaltstätigkeit schwerpunktmäßig ebenso mit dem IT-Recht beschäftigt, sind wir mit den aktuellen Entwicklungen in der Branche und der Justiz bestens vertraut und können Sie in dieser anspruchsvollen Materie nicht nur fachkundig beraten, sondern auch durchsetzungsstark vertreten.

Dabei setzen wir auf ein beidseitiges Beratungskonzept und behalten neben den strafrechtlichen Belangen stets die zivilrechtlichen Konsequenzen im Auge.

Im Falle einer Beschuldigung unterstützen wir Sie in folgenden Situationen:

  • Vorladung von der Polizei oder Staatsanwaltschaft mit dem Vorwurf einer Internetstraftat
  • Pflichtverteidigung im Bereich des Internetstrafrechts
  • Hausdurchsuchung durch die Ermittlungsbehörde wegen des Verdachts einer Internetstraftat
  • Verteidigung gegen Vermögensabschöpfung
  • Untersuchungshaft / Festnahme
  • Anklage der Staatsanwaltschaft wegen einer Internetstraftat
  • Rechtsmittel – Berufung und Revision nach einer Verurteilung

 

Zu unseren Leistungen im Bereich der Opfervertretung zählen beispielweise:

  • Vorbereitung einer Strafanzeige
  • Nebenklagevertretung
  • Zeugenbeistand
  • Klageerzwingungsverfahren / Privatklage
  • Adhäsionsverfahren oder separate Durchsetzung ihrer zivilrechtlichen Ansprüche

Unsere Anwälte aus Berlin vertreten Sie in allen Angelegenheiten, die sich mit den Internetstrafrecht beschäftigen.

Treten Sie jetzt mit uns in Kontakt!